Umfassende Rechtsratgeber zur Verteidigung und Wiedererlangung der deutschen Fahrerlaubnis
Allgemeine Informationen auf Grundlage von StVG und FeV. Sie ersetzen keine anwaltliche Prüfung Ihres Einzelfalls.
Dringlichkeit: Hoch
Alkohol- und Drogenverstöße im Straßenverkehr (Trunkenheit im Verkehr / BTM)
Promillegrenzen (0,5 ‰ gegenüber 1,1 ‰), rechtliche Einordnung von Cannabisgrenzwerten, Nachweise der Drogenabstinenz, medizinische Dokumentation und rechtlich zulässige Strategien im Zusammenhang mit der MPU.
Was Sie sofort tun sollten
• Von Ihrem Schweigerecht Gebrauch machen – Angaben zur Sache sind nicht verpflichtend.
• Alle Schreiben von Polizei, Staatsanwaltschaft und Führerscheinstelle sammeln und Fristen notieren.
• Frühzeitig Abstinenznachweise (Urin-/Haaranalysen nach CTU-Kriterien) prüfen lassen.
• Ab 1,6 ‰ oder bei Drogenkonsum mit einer MPU-Anordnung rechnen und die Vorbereitung früh beginnen.
Was Sie unbedingt vermeiden sollten
• Keine Aussagen zu Trinkmengen oder Konsumgewohnheiten ohne rechtliche Beratung.
• Nicht trotz vorläufiger Sicherstellung des Führerscheins fahren (§ 21 StVG).
• Keine unseriösen „MPU-Garantie“-Angebote annehmen.
Vorbereitung auf die MPU (Medizinisch-Psychologische Untersuchung)
Simulation möglicher MPU-Begutachtungen, Beratung durch qualifizierte Verkehrspsychologen und Dokumentation von Aufarbeitungs- und Rehabilitationsmaßnahmen.
Was Sie sofort tun sollten
• Die Anordnung der Führerscheinstelle genau lesen: Fragestellung und Frist bestimmen die Vorbereitung.
• Akteneinsicht bei der Führerscheinstelle beantragen – Gutachter kennen Ihre Akte.
• Bei Bedarf Abstinenz über 6 bzw. 12 Monate lückenlos dokumentieren.
• Mit einer qualifizierten verkehrspsychologischen Beratung die Verhaltensänderung aufarbeiten.
Was Sie unbedingt vermeiden sollten
• Keine auswendig gelernten Antworten – Gutachter erkennen widersprüchliche Darstellungen.
• Nicht unvorbereitet zum Termin gehen; ein negatives Gutachten bleibt in der Akte, wenn Sie es einreichen.
• Keine Anbieter wählen, die ein Bestehen garantieren.
Vorwürfe wegen nicht zugelassener oder gestohlener Fahrzeuge (Fahren ohne Zulassung oder Versicherung)
Rechtliche Verteidigung bei Verstößen gegen das Pflichtversicherungsgesetz, Unterstützung bei der Freigabe beschlagnahmter Fahrzeuge und mögliche Auswirkungen auf das Strafregister.
Was Sie sofort tun sollten
• Keine Angaben zur Sache machen, bevor ein Fachanwalt für Verkehrsrecht die Akte kennt.
• Kauf-, Zulassungs- und Versicherungsunterlagen zusammenstellen.
• Die Herausgabe sichergestellter Fahrzeuge anwaltlich beantragen lassen.
Was Sie unbedingt vermeiden sollten
• Fahren ohne Haftpflichtversicherung ist eine Straftat (§ 6 PflVG) – nicht weiterfahren.
• Keine Kontaktaufnahme mit Geschädigten oder Zeugen ohne Rücksprache.